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Umwelttipps
Auf diese Seite finden Sie viele informative und praktische Tipps für den alltäglichen Umweltschutz.
 
 
Abbeizen
Der alte Lack muss ab?
Bevor Sie Holz neu anstreichen, müssen Sie häufig die alte Farbe entfernen. Der Handel bietet dazu zahlreiche Abbeizmittel an. Früher enthielten diese Abbeizer oft gesundheitsschädliches Dichlormethan (Methylenchlorid). Heute kommen erfreulicherweise viele Mittel ohne die ganz üblen Schadstoffe aus. Rundum unbedenklich ist das Entfernen alter Beschichtungen immer noch nicht.
Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Techniken, mit denen man dem alten Lack zu Leibe rücken kann:
1.       mechanisches Entschichten (Abschaben, Abschleifen)
2.       chemisches Abbeizen mit Lösemitteln oder Laugen
3.       Ablösen des Lackfilms mit dem Heißluftföhn.
Am besten ist das mechanische Entfernen der Lackschicht mit einem speziellen Schabemesser, dem Abzieher. Bei diesem etwas mühsamen Verfahren wird Chemie durch Muskelkraft ersetzt.
Wollen Sie lackierte Flächen bequemer mit einem Bandschleifer oder Schleifteller bearbeiten, so achten Sie unbedingt darauf, den entstehenden Staub nicht einzuatmen. Besonders bei älteren Anstrichen muss man mit schwermetallhaltigen Pigmenten rechnen.
Beim Abbeizen mit Chemikalien können gesundheits- und umweltschädigende Stoffe freigesetzt werden. Bevorzugen Sie deshalb umweltfreundliche Produkte ohne problematische Chemikalien wie Dichlormethan, aromatische Lösungsmittel und Glykolether/ester. Bei allen Abbeizern ist das abgeschabte Gemisch aus Abbeizmittel und Lack als Sondermüll zu entsorgen.
Auf die Verwendung eines Heißluftföhns sollten Sie verzichten, da stark reizende und schädliche Dämpfe entstehen können.
 
Unsere Tipps
  • Befreien Sie Ihre Möbel mit dem Abzieher von Farben und Lacken.
  • Bei chemischen Abbeizmitteln mit Schutzbrille und Schutzhandschuhen in gut belüfteten Räumen oder besser im Freien arbeiten.
  • Benutzen Sie eine Feinstaubmaske bei Schleifarbeiten.
  • Erkundigen Sie sich nach Fachfirmen, die Möbel im Laugenbad abbeizen. Hier werden Laugen konzentriert eingesetzt und umweltschonend entsorgt.
 
 
Batterien und Akkus
Ohne Netz unter Strom: Mit Batterien und Akkus (k)ein Problem
Batterien und Akkus erleichtern uns das Leben an vielen Stellen: Aus Taschenlampen, Hörgeräten, Walkmen und Handys sind sie nicht mehr wegzudenken. Dabei ist Strom aus Batterien die teuerste Energieform überhaupt. Werden für eine Kilowattstunde Strom aus dem öffentlichen Netz nur rund 15 Cent berechnet, so kostet sie in gespeicherter Form als Batterie über 175 €! Der Grund: Batterien verbrauchen bei der Herstellung bis zu 500 mal mehr Energie, als sie bei der Benutzung liefern.
Überlegen Sie deshalb, ob Sie auf den Einsatz von batteriebetriebenen Geräten verzichten können. Ökologisch und wirtschaftlich sinnvoller ist der Einsatz von Geräten mit Netzanschluss oder Solarbetrieb (z.B. Taschenrechner). Kann auf den Einsatz batteriebetriebener Geräte nicht verzichtet werden, so sollten - wenn möglich - anstelle von Einwegbatterien wiederaufladbare Batterien oder Akkus verwendet werden. Akkus eignen sich für Geräte, die häufig genutzt werden, zum Beispiel Walkmen und Laptops. Für Geräte, die nur selten genutzt werden, wie etwa Taschenlampen, sind wiederaufladbare Alkalimangan-Batterien eine gute Alternative zu den herkömmlichen Batterien.
Batterien enthalten umweltschädliche Stoffe; die Bedeutung dieser Stoffe für die Umwelt ist jedoch sehr unterschiedlich. Besonders umweltgefährdend sind Batterien, die die Schwermetalle Quecksilber, Cadmium oder Blei enthalten. Diese Batterien müssen nach der Batterieverordnung mit einer durchgestrichenen Mülltonne und mit dem chemischen Zeichen des Schwermetalls (Hg, Cd oder Pb) gekennzeichnet sein.
Gelangen Batterien und Akkus verbotenerweise in den Hausmüll, so können sie erhebliche Umweltbelastungen verursachen. Um den Eintrag von Schadstoffen in die Umwelt zu vermeiden und Rohstoffe zurückzugewinnen müssen daher alte Akkus oder verbrauchte Batterien vom Handel kostenlos zurückgenommen werden. Dafür stehen grüne Sammelboxen in den Geschäften.

Unsere Tipps
  • Meiden Sie Wegwerfartikel mit fest eingebauten Batterien (z.B. Einwegkameras, Werbeartikel, klingende Grußpostkarten).
  • Lassen sich Batterien nicht vermeiden, dann bevorzugen Sie langlebige und schadstoffarme Batterien, am besten Produkte mit dem "Blauen Engel".
  • Verwenden Sie keine beschädigten, verformten oder ausgelaufenen Batterien.
  • Noch mehr Informationen und Tipps zum Thema Batterien und Akkus bietet eine Broschüre des Umweltbundesamtes:
 
 
Herbstlaub
Herbstlaub - Winternahrung für Tiere, gut für Pflanzen und Boden
Von Bäumen und Sträuchern fallen im Herbst große Mengen Laub zu Boden. Wo immer möglich, sollte Laub wenigstens bis zum Frühjahr als natürliche Bodenbedeckung liegen bleiben.

Das sich zersetzende Laub trägt wesentlich zu einer natürlichen Boden- und Humusbildung bei und ist eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage für viele Bodenkleintiere. Regenwürmer, Tausendfüßler, Asseln und Milben übernehmen die Grobarbeit, Pilze und Bakterien zersetzen in Feinarbeit die Blattreste. So entsteht Humus, der seine Nährstoffe den Pflanzen wieder zur Verfügung stellt.

Neben der Nährstoffversorgung übernehmen die Blätter noch weitere wichtige Funktionen im Naturhaushalt: Laub bildet eine wärme- und feuchteisolierende Schicht, schützt also die Wurzeln von Heckengehölzen, Stauden, Rosen und kälteempfindlichen Gehölzen vor frühem und strengem Frost. Manche eher unliebsame Wildkräuter werden unterdrückt, während schattenverträgliche Frühblüher wie Schneeglöckchen oder Buschwindröschen von der schützenden Laubschicht profitieren. Aufgrund der höheren Bodentemperatur unter der Laubschicht setzt das Gehölzwachstum im Frühjahr schneller ein. Außerdem schützt das Laub den Boden vor Abtrag und Austrocknung durch Wind oder Sonne, ebenso vor der Verschlämmung der für die Atmung der Bodenlebewesen nötigen Bodenporen.

Für viele im Boden und auf der Bodenoberfläche lebende Tiere bedeutet eine isolierende Laubschicht eine sichere Überwinterungsmöglichkeit und Nahrungsgrundlage. So verbringen die meisten Schmetterlinge, die im kommenden Sommer die Wiesen und Sträucher bevölkern werden, den Winter als Raupen in der Laubstreu. Viele Käfer, zum Beispiel nützliche Marien- und Laufkäfer, wandern im Herbst von Rasen und Beeten in diese „Winterlager" ein. Und im Winterhalbjahr ist die Laubstreu vor allem für die Insekten fressenden Vögel wie Drosseln, Meisen, Rotkehlchen und Heckenbraunelle eine natürliche Nahrungsquelle, die viel höher einzustufen ist als jede Art der Vogelfütterung.

Es gibt also viele gute Gründe, warum das Herbstlaub in der Natur bleiben sollte. Nicht zu vergessen, dass sich der Pflegeaufwand im Garten bei liegengelassenem Laub erheblich verringert.

Überall geht das aber nicht: Rasen zum Beispiel fault leicht unter einer geschlossenen Laubschicht und befestigte Flächen eignen sich nicht für den natürlichen Abbau. Aus Sicherheitsgründen muss Laub von Treppen, Gehwegen und Straßen entfernt werden. In der Biotonne kann Laub zwar umweltgerecht entsorgt werden, geht dem eigenen Garten aber auf diese Weise verloren! Zusammengefegtes Laub sollte daher möglichst auf offenen Bodenflächen oder unter Büschen und Hecken verteilt werden. Oder legen Sie in einer Gartenecke mit einem Laub- und Reisighaufen ein Winterquartier für Igel und Erdkröte an.

Laub lässt sich auch gut kompostieren und ergibt ausgezeichnete Komposterde für den eigenen Garten. Die in kurzer Zeit anfallenden großen Laubmengen kompostieren am besten, wenn grobe Gartenabfälle, Häcksel oder Küchenabfälle untergemischt werden. Dies fördert eine gute Durchlüftung und die Rotte. Das Zerkleinern der Blätter mit einem Rasenmäher oder einem Häcksler beschleunigt ebenfalls den Abbau. Fällt viel langsam abbaubares Laub von Hartlaubbäumen wie Buche, Eiche, Kastanie, Walnuss oder auch Platane, Pappel und Nadelstreu an, sollte eine separate Kompostmiete angelegt werden.
 
 
Holzschutz
Holz ist ein beliebter Baustoff, leider aber auch beliebt bei holzfressenden Insekten und einigen Pilzarten. Um die Holzzerstörer bzw. -verfärber fernzuhalten oder zu beseitigen werden chemische Holzschutzmittel eingesetzt. Der Begriff Holzschutzmittel ist gesetzlich nicht festgelegt und die Zahl der Produkte kaum zu überblicken. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sogenannte Biozide enthalten, die das Holz vor Schädigungen durch Insekten und Pilzen schützen, aber leider auch Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verursachen können. Die eingesetzten Wirkstoffe haben die Eigenschaft auszugasen und auf diese Weise die Raumluft zu belasten.
Der Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln sollte auf spezielle, gesetzlich vorgeschriebene Fälle begrenzt werden. Eine Vorsorge gegen Insekten und Pilze erübrigt sich prinzipiell bei allen nichttragenden Bauteilen wie z.B. Vertäfelungen, Fassadenverkleidungen, Fenstern und Türen - sofern diese nicht dauerhaft durchfeuchtet werden. Zur optischen Veredelung und zum Schutz des Holzes vor Verschmutzung bieten sich Wachse, Lasuren oder Lacke an.
Im Innenbereich von Wohnungen oder Häusern ist der Einsatz von chemischen Mitteln zum Holzschutz unnötig, da hier keine günstigen Lebensbedingungen für Pilze oder Insekten vorherrschen.
Im Außenbereich können vor allem konstruktive Maßnahmen wie ausreichende Dachüberstände, gemauerte Sockel und die Hinterlüftung von Fassaden das Holz schützen. Für Zäune und Pergolen gilt: Holzflächen, die nach oben stehen, leicht abschrägen, damit Regenwasser ablaufen kann, Holzteile nicht direkt an Mauern und Wände anschließen, Abstandhalter aus Metall benutzen, so dass das Holz belüftet wird und sich kein Wasser ansammeln kann. Nägel und Schrauben sollten deshalb auch möglichst seitlich oder besser noch von unten in das Holz eingebracht werden.
Völlig auf eine Behandlung des Holzes verzichten sollten Sie immer bei Saunen, Kinderspielzeug und Sandkästen.
Ein generelles Verwendungsverbot besteht für Bahnschwellen, Strom- und Telefonmasten, denn die hier verwendeten Holzschutzmittel enthalten Teeröl und sind dadurch Krebs erregend.
Für statisch tragende und aussteifende Holzbauteile wie z.B. Dachstühle, Decken und Balken regeln bautechnische Vorschriften den Einsatz von chemischem Holzschutz. Unter besonderen Voraussetzungen kann jedoch im Innenbereich auch auf die Verwendung eines Holzschutzmittels verzichtet werden. Zum Beispiel erübrigen sich Schutzmaßnahmen, wenn Holz so eingebaut wurde, dass es ständig trocken und durch eine Verkleidung wie z.B. Putz und Gipskarton geschützt oder an mindestens drei Seiten zum Raum hin offen und kontrollierbar bleibt. Sind Holzschutzmittel für tragende Holzteile vorgeschrieben, so müssen sie vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassen und mit einem entsprechenden Prüfzeichen gekennzeichnet sein.
 
Unsere Tipps
  • Bei der Verarbeitung von chemischen Holzschutzmitteln, aber auch von Wachsen, Lasuren und Lacken ist für eine gründliche, intensive Durchlüftung - mindestens bis der Geruch verschwunden ist - zu sorgen. Dies kann 1-2 Wochen, im Einzelfall aber auch länger dauern.
  • Sollte auch bei nichttragenden Holzteilen eine vorbeugende chemische Schutzbehandlung für erforderlich gehalten werden, sollten nur Holzschutzmittel mit RAL-Gütezeichen verwendet werden. Die Kennzeichnung mit diesem Gütezeichen ist freiwillig; für geprüfte Produkte können Sie über die Gütegemeinschaft Holzschutzmittel e.V. (Postfach 1129, 63487 Seligenstadt) eine Liste der enthaltenen Substanzen beziehen.
  • Zur Bekämpfung von holzzerstörenden Insekten wie z.B. dem Hausbock oder Splintholzkäfer im Dachstuhl gibt es als Alternative das gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Heißluftverfahren (RAL-UZ 57 "Umweltzeichen, weil schadstoffarme Schädlingsbekämpfung").
  • Mit Holzschutzmitteln behandeltes oder lackiertes Holz darf nicht verbrannt werden.
  • Mit Teeröl behandeltes Holz wie z. B. Leitungsmasten und Bahnschwellen darf nicht mehr z. B. zur Gestaltung von Gartenanlagen verwendet werden.
  • Reste von Holzschutzmitteln und auch damit behandelte Hölzer gehören nicht in die Mülltonne, sondern müssen als Sonderabfall entsorgt werden.
  • Noch mehr Informationen und Tipps zum Thema Holzschutzmittel bietet eine Broschüre des Umweltbundesamtes.
 
Kleber
Kleben und kleben lassen
Ob im Büro, Haushalt oder beim Hobby: Klebstoffe sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. So vielfältig wie die Materialien zum Verkleben, so vielfältig sind auch die angebotenen Klebstoffe. Eines haben viele Kleber jedoch gemeinsam: Sie enthalten zum Teil erhebliche Mengen an schädlichen Substanzen.
Umwelt- und Gesundheitsbelastungen ergeben sich vor allem durch die Lösemittel (Alkohole, Ester, Ketone oder Aromaten), aber auch durch einige Grundstoffe (z.B. Epoxidharze), Härter, Weichmacher oder Konservierungsmittel.
Nicht empfehlenswert sind alle stark lösemittelhaltigen Produkte. Bei diesen Klebern kann es noch lange Zeit nach der Verarbeitung durch Verdampfen der Lösemittel zu Belastungen der Raumluft kommen. Insbesondere bei sensiblen Personen kann dies zu Schleimhautreizungen, Kopfschmerzen und Schwindel führen. Klebstoffe mit Lösemitteln sind schon am Etikett erkennbar. Da die gebräuchlichen organischen Lösemittel brennbar sind, müssen sie auf dem Behältnis das Gefahrensymbol für Feuergefährlichkeit, eine Flamme in einem orangefarbenen Viereck, aufgedruckt haben.
Für die meisten Anwendungsbereiche gibt es ungefährliche Alternativen, z.B. lösemittelfreie oder -arme Klebstoffe auf Wasserbasis wie Alleskleber, Papierkleber (Gummierungen), Klebestifte, Leime, Kleister. Es werden auch verschiedene Naturprodukte angeboten. Kleber und Leime auf Naturharzbasis sind zu empfehlen, sofern sie frei von organischen Lösemitteln sind.
 
Unsere Tipps
  • Setzen Sie Klebstoffe so sparsam wie möglich ein.
  • Gibt es einen Klebstoff ohne Lösungsmittel oder ohne Gefahrensymbol, so ist dieser immer vorzuziehen.
  • Beachten Sie immer die Gefahrenhinweise und schützen Sie Augen und Körper vor Kontakt mit dem Kleber. Sorgen Sie während und nach der Arbeit für eine gute Durchlüftung der Räume. Essen Sie nicht während der Arbeit und vermeiden Sie offene Flammen.
  • Achten Sie darauf, dass Kinder keinen unkontrollierten Zugang zu Klebern haben, vor allem wenn diese Lösemittel enthalten oder schnell eine hohe Endfestigkeit erreichen (z.B. Sekundenkleber).
  • Bei der Auswahl von Klebstoffen im Heimwerkerbereich (z.B. für Fußbodenbeläge) hilft der GISCODE, der Auskunft über den Lösemittelanteil von Klebern gibt, und der EMICODE, der Produkte nach ihrer Belastung der Raumluft einstuft. Klebstoffe, die mit GISCODE "D1" und EMICODE "EC1" gekennzeichnet sind, sind hier die beste Wahl.
  • Klebstoffreste, die Lösemittel enthalten, gehören in den Sondermüll.
 
Linoleum und Kork
Natur auf dem Boden
Je nach Anforderung kommen verschiedene Bodenbeläge für einen Raum in Frage. Eine wachsende Beliebtheit erfahren die umweltfreundlichen und wohngesunden Materialien Linoleum und Kork.
Linoleum ist robust, trittschalldämmend und antistatisch. Zudem ist das Material angenehm fußwarm und elastisch. Nur dauernde Nässe verträgt Linoleum nicht.
Linoleum wird überwiegend aus nachwachsenden natürlichen Rohstoffen hergestellt. Es besteht aus Leinöl, Harzen, Kork- und Holzmehl, Farbpigmenten und einem Jute-Trägergewebe.
Die Verlegung von Linoleum ist nicht ganz einfach und sollte daher nur durch versierte Heimwerker oder vom Fachmann ausgeführt werden. Nach dem Verlegen von Linoleum kann es zunächst zu Geruchsbelästigungen kommen, die auf einen nicht vollständig abgeschlossenen Trocknungsprozess bei der Herstellung zurückzuführen sind.
Kork eignet sich aufgrund der hervorragenden Materialeigenschaften wie Elastizität, Strapazierfähigkeit sowie der schall- und wärmedämmenden Wirkung als Bodenbelag in allen Wohnbereichen. Außerdem ist Kork raumklimaregulierend (nur unversiegelt!) und widerstandsfähig gegen viele im Haushalt vorkommende Chemikalien.
Korkplatten werden aus Naturkork unter Druck, Hitze und Zusatz von Kunst- oder Naturharzen verpresst. Beim Einsatz von Kunstharzen (Formaldehydharzen) ist eine Ausgasung von gesundheitsbelastendem Formaldehyd möglich. Wird beim Pressen eine bestimmte Temperatur überschritten, können weitere Schadstoffe entstehen. Solche Platten können sich, neben erheblichen Geruchsbelästigungen, auch negativ auf die Gesundheit auswirken.

Unsere Tipps
  • Die Produkte mit dem Korklogo sind zu empfehlen. Es garantiert geprüfte Qualität und gesundheitliche Unbedenklichkeit.
  • Zur Oberflächenbehandlung unbehandelter Linoleum- und Korkböden sind Ölimprägnierungen und Wachsbehandlung zu bevorzugen. Versiegelte bzw. beschichtete Linoleum- und Korkböden sind pflegeleichter, allerdings fehlt ihnen dann die raumklimaregulierende Eigenschaft.
  • Linoleum und Kork müssen verklebt werden. Zu empfehlen sind Naturklebstoffe oder lösemittelarme Dispersionskleber (Emicode EC1).
 
Schulanfang: Eltern-Info
Der Schulweg - Übung macht Erfahrung
Zank mit den Geschwistern, Freunden oder Freundinnen, ein mulmiges Gefühl im Bauch, Müdigkeit, freudige Gedanken an Spiele mit Freunden und Freundinnen am Nachmittag ... Ein Kind im Alter von sechs oder sieben Jahren hat alle möglichen Dinge im Kopf, hat Phantasie, Freude, Sorgen, Interessen und Bedürfnisse wie Erwachsene.
Doch was auch Erwachsenen nicht immer leicht fällt, ist für Kinder besonders schwer: Die Konzentration auf den Straßenverkehr. Deshalb üben Sie am besten mit Ihrem Kind den Schulweg ein, bevor Sie es allein gehen lassen. Gehen Sie ein paar Mal morgens den Schulweg gemeinsam. Dabei sollten Sie prüfen, ob der kürzeste Weg auch der sicherste ist. Suchen Sie möglichst die Straßen aus, die durch eine Fußgängerampel oder z. B. eine Verkehrsinsel für Fußgänger den Wechsel auf die andere Straßenseite erleichtern. Machen Sie Ihr Kind auf besondere Gefahrenpunkte auf dem Weg zur Schule aufmerksam, und erklären Sie ihm, worauf an dieser oder jener Stelle besonders zu achten ist. Doch machen Sie Ihr Kind nicht ängstlich, und seien Sie es selbst auch nicht. Denn Angst macht unsicher. Wer aber die möglichen Gefahren und die Regeln des Straßenverkehrs kennt und sich sorgfältig danach richtet, der kommt auch sicher an.
Und noch ein Tipp: Lassen Sie Ihr Kind farbenfrohe, bunte Sachen anziehen, damit es im Straßenverkehr besser auffällt; dies gilt besonders für die Winterzeit, wenn es morgens noch dunkel ist.

Öffentliche Verkehrsmittel - Sicher und umweltfreundlich
Auch wenn ihr Kind schon Rad fahren kann, sollten Sie es keinesfalls mit dem Fahrrad zur Schule schicken, denn sechs- oder siebenjährige Kinder sind überfordert, wenn sie sich auf das Radfahren und gleichzeitig auf den hektischen Berufsverkehr konzentrieren sollen.
Ist die Schule weiter entfernt (zwanzig Minuten Fußweg ist nicht zu weit), suchen Sie die beste Verbindung zur Schule mit öffentlichen Verkehrsmitteln heraus. Auch hier ist es ratsam, mit dem Kind das Benutzen von Bus, Bahn, Straßenbahn oder auch Schulbus morgens und mittags einzuüben, bevor Ihr Kind allein fährt.
Eine kritische Situation ist immer das Ein- und Aussteigen und das anschließende Überqueren der Straße.
Lassen Sie Ihr Kind abends rechtzeitig ins Bett gehen und wecken Sie es früh genug, sodass es noch ausreichend Zeit für sein Frühstück hat und den Bus bequem erreichen kann.
Bei den Umweltproblemen und dem hohen Straßenverkehrsaufkommen, das wir haben, sollten Sie es nach Möglichkeit vermeiden, Ihr Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen. Wenn es aber mal sein muss, denken Sie daran, dass Ihr Kind sich auf dem Rücksitz anschnallt und Sie möglichst direkt auf der Straßenseite der Schule halten.
Verhalten Sie sich umweltbewusst und geben Sie Ihrem Kind ein gutes Beispiel.

Der Schulranzen - Bequem zu tragen
Der erste Schulranzen ist häufig ein beliebtes Geschenk von Verwandten. Bei diesem Geschenk aber sollten Sie ruhig sagen, wie es aussehen soll. Denn Ihr Kind muss den Ranzen tragen. Suchen Sie ihn also am besten zusammen mit Ihrem Kind selbst aus, die Verwandten können ja ihren Obolus dazugeben.
Ein guter Schulranzen muss vielfältige Anforderungen erfüllen:
  • Weil Kinder ein Gewicht von höchstens 10 Prozent ihres Körpergewichts auf dem Rücken tragen sollten, muss der Ranzen leicht sein.
  • Damit die Wirbelsäule keinen Schaden nimmt, müssen Ranzen und Riemen an den Rücken des Körpers angepasst werden können.
  • Um Kinder vor Unfällen zu schützen, muss der Ranzen durch rückstrahlende und fluoreszierende Teile sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit gut sichtbar sein.
All das spricht für den Leichtschulranzen aus Synthetik. Nur, der ist alles andere als umweltfreundlich.
Umweltschonend sind Ranzen aus Leder. Diese Alternative sollte zumindest dann eine Chance haben, wenn es um die langfristige Anschaffung für Schülerinnen und Schüler geht, z. B. nach dem Wechsel von der Grundschule zur Orientierungsstufe. Für die ersten Schuljahrgänge und vor allem bei kleinen, zarten Kindern wiegen die Vorteile der synthetischen Leichtschulranzen den ökologischen Nachteil auf.

Schreib- und Arbeitsmaterial für die Schule - Verantwortung für unsere Umwelt
Jeder einzelne kann in seinem Einflussbereich etwas für unsere Umwelt tun. Für Kinder ist es wichtig, frühzeitig einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihr zu erlernen. Als Eltern sollten Sie deshalb gute Beispiele geben. Das gilt auch für den Kauf von Materialien, die ihr Kind für Unterricht und Hausaufgaben braucht.

Papier
Für den Schulbedarf wird so ziemlich alles aus Umweltschutzpapier angeboten: Hefte groß und klein, mit verschiedenen Lineaturen und Kästchen oder blanko, mit und ohne Rand, Notenhefte, Schwunghefte, Ringbücher und Ringbucheinlagen, Spiralblocks zum Rechnen und Schreiben, große und kleine Zeichenblöcke, Schnellhefter und ähnliche Mappen.

Füllhalter
Dass Füllhalter lange halten und nachfüllbar sind, macht sie der Umwelt sympathisch. Auf das Nachfüllsystem aber kommt es an. Umweltfreundliche Füller haben einen Tintentank, der meist auch nachträglich in Patronenfüller eingesetzt werden kann. Das Tintenfass wandert, wenn es leer ist, in den Altglasbehälter und wird anschließend zu neuem Glas verarbeitet.

Für Schulanfänger gibt es Füller, die so konstruiert sind, dass man sowohl den Tintentank als auch Patronen verwenden kann. Aus praktischen Erwägungen ist es wohl besser, wenn das Tintenfass zu Hause bleibt und das Kind für den Notfall Patronen im Federmäppchen hat.

Tintenkiller
Auf sogenannte "Tintenkiller" sollte ganz verzichtet werden. Besser ist es, einen Fehler sauber durchzustreichen.

Bleistifte/Buntstifte
Das giftige Schwermetall gibt dem Bleistift lediglich noch seinen Namen. Blei enthält er längst nicht mehr. Überwiegend aus Holz, ist er ein recht umweltfreundlicher Schreiber. Trotzdem ist Bleistift nicht gleich Bleistift. Der Umwelt zuliebe gibt es Blei- und Buntstifte ohne Farbüberzug. Unlackierte Stifte schreiben und malen genauso wie die lackierten, nur ist ihr Herstellungsprozess weniger umweltbelastend.

Filzstifte
Filzstifte stehen bei Schülerinnen und Schülern hoch im Kurs, bringen aber der Umwelt ein dickes Minus. Die meisten Faserschreiber sind Einwegprodukte, die am Ende ihrer kurzen Lebensdauer als Müll im Papierkorb landen. Auf gar keinen Fall in Schulkinderhände gehören Filzer, die intensiv riechen. Sie enthalten Lösungsmittel. Buntstifte und Wachsmalstifte erfüllen meist den gleichen Zweck wie Filzstifte.

Wachsmalstifte
Wachsmalstifte gibt es in bruchsicheren Kunststoffhülsen oder alternativ in schlichter Papierhülle. Keine Frage, angesichts des Plastikmülls sind die Wachsmaler in Papier die umweltfreundlichere Version. Der richtige Andruck beim Malen ist erlernbar, und wenn mal ein Stift auseinander bricht, werden halt zwei kleinere daraus.

Kleber
Benutzen Sie Alleskleber ohne Lösungsmittel. Suchen Sie nach dem entsprechenden Hinweis auf der Produktverpackung, denn nach wie vor gibt es auch lösemittelhaltige Alleskleber. Was Kleber in Verruf brachte, sind die organischen Lösungsmittel, die nicht nur der Umwelt, sondern auch direkt der Gesundheit der Kinder schaden. Mittlerweile ist bewiesen: Es pappt auch ohne die hochflüchtigen Bestandteile, wenn auch nicht ganz so schnell.

Radiergummi/Lineal/Anspitzer
Das Radiergummi sollte aus Kautschuk sein, der Anspitzer aus Holz oder Metall, denn diese sind unzerbrechlich und halten lange. Ein Lineal aus heimischer Buche vervollständigt die Ausrüstung.

Federmäppchen
Die meisten Federmäppchen oder Schlamper sind aus Plastik und gehen schnell kaputt. Ärgerlich ist auch, dass die Mäppchen bereits mit Dingen gefüllt sind, die teilweise nicht gebraucht werden. Federmäppchen innen und außen aus Leder und Holzkästchen sind die umweltfreundliche Alternative. Sie sind robust und langlebig. Ledergeschäfte führen auch Federmäppchen ohne Inhalt. Die Umwelt erhält eine Chance, wenn nur das gekauft wird, was wirklich notwendig ist.
Frühstück/Schulbrot - Verantwortung für unsere Gesundheit
Essen und Leistung hängen eng zusammen - dies gilt besonders für Kinder. Achten Sie bitte deshalb darauf, dass Ihr Kind regelmäßig frühstückt, und geben Sie ihm ein leckeres Pausenbrot mit in die Schule.

Zum Frühstücken braucht man Zeit. Kalkulieren Sie diese Zeit für Ihr Kind ein, auch wenn es dafür etwas früher aufstehen muss. Am besten Sie frühstücken zusammen mit Ihrem Kind, denn gemeinsam schmeckt es noch mal so gut.

Achten Sie auf eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung aus Vollkorn- und Milchprodukten, frischem Obst und Gemüse, nach Möglichkeit aus ökologischem Anbau.

Als Getränke sind (je nach Jahres- und Tageszeit) Mineralwasser, Tee, Milch oder Kakao zu empfehlen.

Vermeiden Sie Verpackungsmüll und benutzen Sie lieber eine Butterbrotdose. Sie schützt übrigens auch den Inhalt davor, zerdrückt zu werden. Das Essen bleibt appetitlich, der Ranzen sauber.
Einkaufsliste für Schreib- und Arbeitsmaterial
  • Schulhefte und -mappen aus Umweltschutzpapier
  • Bleistifte und Buntstifte, unlackiert
  • Füllhalter (Kolbenfüller) und Tintenfass
  • Wachsmalstifte mit Papierhülle
  • Radiergummi aus Kautschuk
  • Lineal aus Holz
  • Anspitzer aus Holz oder Metall
  • Kleber ohne Lösungsmittel
  • Federmäppchen/Schlamper aus Leder/Holzkästchen
  • Butterbrotdose
  • Schulranzen, leicht, mit verstellbaren Trageriemen und Reflektoren
"Frühstücks-Hits"
  • Vollkornbrot mit Butter, Quark und Marmelade oder Honig.
  • Müsli aus kernigen Haferflocken, Milch, Rosinen, Nüssen und frischem Obst.
  • Dickmilch mit frischem Obst, dazu ein Butterbrot.
  • Vollkornbrötchen mit Butter, Frischkäse und Paprikastreifen oder dazu frisches Obst der Saison.
  • Vollkornbrot mit Butter, Käsescheibe und geschnittenem Radieschen auf Salatblatt.
  • Knäckebrot mit Butter, dazu eine Möhre und ein Apfel.
  • Vollkornbrötchen mit Schmierkäse, dazu eine Tomate.
  • ½ Vollkornbrötchen und 1 Scheibe Vollkornbrot mit Butter und Käse, dazu Gurkenscheiben.
 
Sparsame Haushaltsgeräte
Zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt zählen Elektrogeräte wie Kühl- und Gefrierschrank, Herd, Spül- und Waschmaschine; vor allem ältere Geräte verbrauchen meist unverhältnismäßig viel Strom. Beim Neukauf eines Elektrogeräts sollte deshalb neben guter Leistung und langer Lebensdauer auch auf den Stromverbrauch geachtet werden. Denn nicht alle Neugeräte sind verbrauchsarm – es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.
Der Kauf von energiesparenden Geräten lohnt sich oftmals trotz der etwas höheren Anschaffungskosten, da sich der niedrigere Stromverbrauch im Laufe der Zeit bezahlt macht, für den Geldbeutel und die Umwelt. Die Verbrauchsunterschiede erscheinen oft als "Stellen hinter dem Komma". Man sollte sich aber nicht täuschen: Der sparsamste Kühlschrank mit */*** Sterne-Fach spart gegenüber dem am meisten Strom verbrauchenden Modell in 15 Jahren insgesamt über 500 € an Stromkosten. Sein höherer Kaufpreis von etwa 180 € ist insofern eine sehr rentable Investition.
Um unter den vielen Geräten unterschiedlicher Bauart, Größe oder Leistung die effizientesten ihrer Klasse zu finden, gibt es das sogenannte EURO-Label. Es zeigt mit den Buchstaben A bis G die Energieverbrauchsklasse des jeweiligen Geräts an, wobei A für niedrigen und G für sehr hohen Verbrauch steht. Vergleichen lohnt sich: Ein Haushaltsgerät der Klasse G verbraucht zwei- bis dreimal so viel Energie wie ein Gerät der Klasse A.
Zusätzlich sind für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Trockner oder Spülmaschinen weitere nützliche Informationen auf dem EURO-Label zu finden. Beispielsweise werden Spülmaschinen mit separaten Werten von A bis G für ihre Reinigungs- und Trocknungswirkung ausgezeichnet. Und auch der Wasserverbrauch wird in Litern angegeben.
 
Unsere Tipps
  • Vergleichen Sie beim Gerätekauf den Energieverbrauch der unterschiedlichen Geräte, bevorzugen Sie Geräte mit einer hohen Energie-Effizienz-Klasse (A) auf dem Euro-Label.
  • Die Datenbank des Niedrig-Energie-Instituts in Detmold enthält unter www.spargeraete.de laufend aktualisierte Daten der in Deutschland lieferbaren Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Waschtrockner und Spülmaschinen. Sie können im Datenbestand auch nach besonders sparsamen Geräten suchen.
 
Tapete
Zeit für einen Tapetenwechsel
Bei einem Tapetenwechsel sollten Sie auf mehr als nur auf das Muster achten. Denn Tapeten gehören zu den Materialien, die entscheidend für ein gesundes Raumklima sind. So hat die Wahl der Tapeten großen Einfluss auf die Fähigkeit der Wand, die Raumluftfeuchtigkeit zu regulieren und Staub, Schmutz oder Gerüche aus der Raumluft zu binden. Sie sollten deshalb atmungsaktiv und elektrostatisch neutral sein sowie keine Schadstoffe ausdünsten.
Raumklimatisch günstig verhalten sich einfache Papier- und Raufasertapeten mit atmungsfähigen Anstrichen. Sie zählen zu den umweltfreundlichsten Tapeten, denn sie enthalten kaum bedenkliche Inhaltsstoffe.
Problematischer sind Kunststofftapeten und Tapeten mit aufgeschäumter Struktur (z. B. aus Vinyl oder Acryl). Hier können gesundheitlich schädigende Stoffe wie Weichmacher oder Formaldehyd ausgasen. Darüber hinaus wird der Feuchtigkeitsaustausch behindert, so dass das Raumklima sich verschlechtert.
Bei der Verarbeitung von Glasfasertapeten kann es durch den Glasfaserstaub zu Entzündungen der Haut und Juckreiz kommen; einmal an der Wand ist die Tapete jedoch unproblematisch.
Naturfaser- und Korktapeten gelten zwar allgemein als unbedenklich, dünsten aber auch Schadstoffe aus. Diese können allergische Reaktionen hervorrufen oder einfach unangenehm riechen. Einige Naturfasertapeten enthalten zudem Mittel zum Schutz vor Insekten- oder Pilzbefall, die gesundheitsschädigend wirken. Durch ihre raue Oberfläche können Naturfasertapeten zudem als Staubfänger wirken, was sich negativ bei einer Hausstaubmilben-Allergie auswirkt.
 
Unsere Tipps
  • Bevorzugen Sie Papier- und Raufasertapeten mit dem "Blauen Umweltengel" (RAL-UZ 35a). Sie haben einen Altpapieranteil von mindestens 60% bzw. 80% und sind frei von schädlichen Hilfs- und Konservierungsstoffen.
  • Auch beim Kauf kunststoffhaltiger Tapeten ist auf den "Blauen Umweltengel" (RAL-UZ 35b) zu achten. 
  • Auf eine chemische Ausrüstung der Tapete gegen Schimmelbefall sollten Sie unbedingt verzichten.
  • Tapeten werden am besten mit normalem Tapetenkleister aus unbedenklicher Methylzellulose ohne chemische Zusätze (z. B. gegen Schimmelbefall) verklebt.
  • Umweltschonend lösen Sie Tapeten durch das Auftragen von Seifenlauge. Verzichten Sie auf chemische Tapetenlöser, sie reizen die Haut und belasten das Abwasser.
 
Wärmedämmung
Gesund und natürlich dämmen
Zusammen mit einer modernen Heizungsanlage ist eine wirksame Wärmedämmung die wichtigste Maßnahme beim Energiesparen. Und geringere Heizkosten und ein niedrigerer Schadstoffausstoß entlasten Umwelt wie auch den Geldbeutel.
Materialien zur Wärmedämmung zeichnen sich durch eine sogenannte geringe Wärmeleitfähigkeit aus, das heißt, sie leiten nur wenig Wärme vom Hausinneren nach draußen und halten die Innenräume dadurch warm. Die Wärmedämmstoffe können aus unterschiedlichen Materialien mit unterschiedlichen Eigenschaften als Schüttungen, Bahnen oder Platten hergestellt werden.
Bei der Beurteilung von Dämmstoffen sollten aber nicht nur Aspekte des Energiesparens und der Wirtschaftlichkeit eine Rolle spielen, sondern auch die gesundheitliche Unbedenklichkeit sowie die Umweltbelastung, die mit der Herstellung und der Entsorgung der Dämmstoffe verbunden ist. Künstliche Dämmstoffe zeichnen sich durch besonders gute Wärmedämmwerte aus, haben jedoch, im Vergleich zu natürlichen Dämmstoffen, in gesundheitlicher und ökologischer Hinsicht (Erdölprodukte, Schadstoffemissionen bei der Herstellung) Nachteile.
Natürliche oder naturnahe Dämmstoffe können eine Alternative zu künstlich hergestellten Dämmstoffen sein, sofern sie von den Materialeigenschaften geeignet sind und fachlich richtig eingebaut werden. Sie werden aus natürlichen Rohstoffen mit meist geringem Energieaufwand hergestellt und in den meisten Fällen ohne schädigende Zusatzstoffe verarbeitet.
Zu den Isoliermaterialien aus natürlichen Stoffen zählen unter anderem nachwachsende Rohstoffe wie Flachs, Hanf, Holzfasern, Kokosfasern, Kork, Schafwolle und Stroh. Die natürlichen Materialien zeichnen sich durch günstige baubiologische Eigenschaften aus. Sie wirken feuchtigkeits- und schallregulierend und tragen so zur Verbesserung des Raumklimas bei. Sofern bei ihrer Verarbeitung keine chemischen Bindemittel verwendet wurden, sind keine schädlichen Emissionen zu erwarten. Zudem wird bei ihrer Produktion in der Regel nur sehr wenig Energie benötigt.
 
Unsere Tipps
  • Wärmedämmmaßnahmen müssen bauphysikalisch richtig in das Gesamtgefüge eines Gebäudes eingeplant werden. Ziehen Sie deshalb immer Fachleute zu Rate.
  • Beachten Sie bei der Auswahl von Dämmstoffen nicht nur den Isolierfaktor, sondern auch gesundheitliche und ökologische Eigenschaften der Materialien. Natürliche Dämmstoffe sind oft eine sinnvolle Alternative.
  • Zellulosedämmstoff wird aus Altpapier sehr umweltschonend hergestellt und erreicht gute Dämmwerte. Da er zu über 80% aus Altpapier besteht, erhielt Zellulosedämmstoff den "Blauen Umweltengel" (RAL-UZ 36).
 
Asbest
Dicke Luft durch Asbest
Asbest ist ein mineralisches, faseriges Material. Aufgrund seiner günstigen technischen Eigenschaften (säurefest, unbrennbar, isolierend) wurde es, insbesondere in den 60er und 70er Jahren, in einer Vielzahl von Produkten verarbeitet.
Asbest ist speziell dadurch gekennzeichnet, dass es leicht feinste Fasern abspaltet, die über die Atmung in das Lungengewebe vordringen, wo sie Asbestose und Krebs hervorrufen können. Heute dürfen asbesthaltige Produkte in Deutschland – bis auf wenige Ausnahmen – nicht mehr hergestellt, verarbeitet oder in Verkehr gebracht werden.
Eine Gesundheitsgefährdung entsteht durch frei gesetzten Asbeststaub bei Bearbeitung, mechanischer Beanspruchung, Verwitterung oder Abbruch asbesthaltiger Produkte, aber auch bei Reparatur- und Wartungsarbeiten asbesthaltiger Elektrogeräte.
Bei den asbesthaltigen Produkten sind zwei Gruppen zu unterscheiden:
  • Festgebundener Asbest wurde bis 1990 in Asbestzement und anderen Hartasbestprodukten verwendet, wie z. B.: Wellplatten, Fassaden- und Balkonverkleidungen, Kunststoff-Dichtungsmaterialien, Fensterbrettern und Blumenkästen.
  • Schwach gebundener Asbest wurde als Spritz- und Weichasbest bis ca. 1979 verwendet in Decken- und Wandbeschichtungen, Platten zum Brand-, Feuchtigkeits-, Wärme- und Schallschutz, zur Ummantelung von Wasserleitungen und Kesselanlagen, aber auch als Asbestpappen und -papiere in Elektrogeräten (z. B. Nachtspeicherheizungen, Heizgeräte, Toaster, Haartrockner, Bügeleisen), Asbesttextilien (z. B. alte Bügelbrettbezüge, Feuerlöschdecken, Dichtschnüre) oder als Unterseite und Unterlage von Fußbodenbelägen.
 
Beleuchtung
Hier geht Ihnen ein Licht auf!
Die richtige Beleuchtung im Wohnbereich sorgt dafür, dass Sie mühelos sehen, lesen, arbeiten und sich wohlfühlen können. Neben ästhetischen Gesichtspunkten sollten bei der Kaufentscheidung der Energieverbrauch und die Lebensdauer eine wichtige Rolle spielen.
Wer für alle Zwecke die Glühlampe wählt, dem ist noch kein Licht aufgegangen, denn die herkömmliche Glühlampe ist ein Energieverschwender. In ihr werden weniger als 10% des Stroms in Licht umgewandelt, der Rest (mehr als 90%!) geht als Wärme verloren. Glühlampen eignen sich dort, wo Licht häufig und jeweils nur für kurze Zeit eingeschaltet wird (Treppenhäuser, Flure, Kellerräume u.a.).
Halogen-Glühlampen benötigen etwa 10% weniger Strom als gewöhnliche Glühlampen. Sie eignen sich gut für Akzentbeleuchtung, während ihr Einsatz zur Raumbeleuchtung aufgrund des hohen Energieverbrauchs unwirtschaftlich ist. Wegen der sehr hohen Temperaturen und der erhöhten UV-Strahlung sollte man Halogenlampen nur mit Glasabdeckung verwenden.
Wird Licht über einen längeren Zeitraum (ab 10 Minuten) benötigt, so sollte man sich für Leuchtstofflampen bzw. -röhren -oft unzutreffend als "Neonröhren" bezeichnet- entscheiden. Sie verbrauchen nur etwa 15% der Energie gewöhnlicher Glühlampen und können bis zu siebenmal so lange brennen. Leuchtstofflampen gibt es in verschiedenen Lichtqualitäten für beinahe jeden Anwendungszweck.
Die Energiesparlampe ist eine andere Form der Leuchtstofflampe. Im Gegensatz zu den Röhren passt sie in fast alle gängigen Leuchten. Energetisch gesehen ist die Energiesparlampe ein richtiger Geizkragen: sie verbraucht für die gleiche Helligkeit nur 20% des Stroms einer Glühlampe und hat eine bis zu 8mal längere Lebensdauer. Energiesparlampen sind zwar in der Anschaffung teurer, aber über die gesamte Lebensdauer sind sie billiger als Glühlampen, da sie erhebliche Stromkosten einsparen.
Energiesparlampen brauchen wie die großen Leuchtstoffröhren grundsätzlich ein Vorschaltgerät zum Zünden der Lampe. Moderne elektronische Vorschaltgeräte (EVG) haben den Vorteil, dass sie häufiges Ein- und Ausschalten vertragen ohne die Lebensdauer der Lampe zu verkürzen.

Unsere Tipps
  • Beleuchten Sie nur die Räume, in denen Sie sich auch aufhalten, und denken Sie daran, beim Verlassen des Zimmers das Licht zu löschen.
  • Prüfen Sie beim Kauf neuer Lampen, ob das gewählte Produkt eine hohe Energie-Effizienz-Klasse (A oder B) auf dem Energie-Label hat. Dieses Energie-Label ist eine europaweite Initiative zur Einstufung von Haushaltsgeräten, Glühlampen und Energiesparlampen entsprechend ihrer Energieleistung. Dadurch können Sie die Energieeffizienz eines Produktes leicht erkennen.
  • Beim Kauf einer Leuchtstoff- oder Energiesparlampe sollten Sie elektronische Vorschaltgeräte mit dem "Blauen Umweltengel" bevorzugen (Umweltzeichen, weil energiesparend RAL-UZ 81), diese sind frei von radioaktiven Stoffen und haben eine längere Lebensdauer und bessere Lichtausbeute.
  • Energiesparlampen und Leuchtstofflampen enthalten Quecksilber und gehören nach der Nutzung in den Sondermüll.
 
Heizen
Manche mögen's heiß ...
und wundern sich dann über ihre hohen Heizkosten. Etwa 80% der im Haushalt verbrauchten Energie wird zum Heizen benötigt, sparen lohnt sich hier deshalb besonders.
Heizgewohnheiten sind so verschieden wie die Ansichten über Behaglichkeit und Wohlbefinden. Dennoch lassen sich einige Grundregeln für eine optimale Beheizung festlegen. Die gesündeste Raumtemperatur liegt zwischen 18 und 20°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 - 60%. Für ein angenehmes Wohnklima genügen im Wohn- und Kinderzimmer 20°C, in der Küche 18°C, im Bad 23°C und im Flur 15°C. Zu hohe Raumtemperaturen sind nicht nur ungesund und steigern die Gefahr von Erkältungen, sondern kosten auch unnötig Energie und damit Geld. Jedes Grad Raumtemperatur weniger mindert die Heizkosten um ca. 6%.
Noch einmal kräftig sparen kann, wer nachts die Raumtemperatur senkt. Die Temperatur sollte in der Nacht aber nicht um mehr als 5°C abgesenkt werden, da sonst am nächsten Morgen für das schnelle Aufheizen der Räume zuviel Energie benötigt wird.
Moderne Thermostatventile halten die gewünschte Raumtemperatur sehr genau ein. Wenn der Heizkörper trotz aufgedrehten Thermostatventils nicht mehr richtig warm wird oder Gluckergeräusche auftreten, hat sich vielleicht während der heizfreien Zeit ein Luftpolster gebildet. Hier kann durch Entlüften der Heizung leicht Abhilfe geschafft werden: Entlüftungsventil am Heizkörper öffnen, Gefäß runterhalten und warten bis Wasser kommt, Ventil wieder schließen.

Unsere Tipps
  • In Heizkörpernischen sind Hauswände oft besonders dünn. Dadurch geht mehr Wärme ungenutzt nach außen verloren. Kleiden Sie deshalb Heizkörpernischen mit Dämmplatten oder Reflexionsfolie aus.
  • Beseitigen Sie Undichtigkeiten an Fenstern und Türen mit Dichtungsbändern oder Schaumstoff.
  • Verdecken Sie Heizkörper nicht durch Verkleidungen, Vorhänge und Möbel und nutzen Sie sie nicht als Trockner. Bis zu 20% Wärme können so verloren gehen.
  • Halten Sie die Türen zu wenig beheizten Räumen geschlossen.
  • Lüften Sie kurz, aber kräftig – schließen Sie dabei die Thermostatventile. Heizen Sie zudem nicht zum Fenster hinaus, indem Sie die Fenster ständig auf "kipp" lassen.
 
Lack
Hochglänzend bis Seidenmatt
Ein farbiger Lack sieht schön aus und schützt mit seinem wasser- und lufttundurchlässigen Film vor Witterung und Gebrauch. Die Auswahl des richtigen Lackes ist jedoch nicht einfach. Vor den langen Regalen fällt die Entscheidung oft schwer, dabei sollte es nur eben mal ein Topf Farbe sein.
Auf jeden Fall sollten Sie bei der Wahl des Lackes auch an den Umweltschutz und die eigene Gesundheit denken. In erster Linie sind die organischen Lösungsmittel problematisch. So kann es beim Einatmen der Dämpfe je nach Art und Konzentration der Lösemittel u. a. zu Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit kommen.
Einen besonders hohen Anteil an organischen Lösemitteln - in der Regel zwischen 40 und 60% - haben Nitro-, Kunststoff-, Polyurethan-(DD Lacke), Kunstharz-, Alkydharz- und Naturharzlacke. Eine gute Alternative sind die wasserverdünnbaren Dispersionslacke wie Acryllack, sie enthalten höchstens 10 % organische Lösemittel. Zu empfehlen sind alle wasserlöslichen Lacke, die meist mit dem "Blauen Umweltengel" (RAL-UZ 12a) ausgezeichnet sind. In diesen Lacken ist auch die Verwendung von Gefahrstoffen weitgehend ausgeschlossen.
Zur Verwirrung kann die von einigen Herstellern gewählte Bezeichnung Bio-, Öko- oder Naturlack beitragen. Im Gegensatz zu anderen Lacken bestehen sie vor allem aus natürlichen oder naturnahen Stoffen. Eine Reihe von Naturlacken enthält bis zu 40% Lösemittel (z.B. Terpentinöle, Citrusschalenöle), die insbesondere für empfindliche Personen (Allergiker) gesundheitlich problematisch sein können. Inzwischen werden aber auch wasserlösliche Naturlacke angeboten.

Unsere Tipps
  • Verwenden Sie schadstoff- und lösemittelarme Lacke, die mit dem "Blauen Umweltengel" (RAL-UZ 12a) gekennzeichnet sind.
  • Beachten Sie die Gebrauchsanweisung, insbesondere die Gefahren- und Entsorgungshinweise.
  • Vermeiden Sie Hautkontakt, schützen Sie Ihre Augen vor Farbspritzern.
  • Führen Sie Spritz- und Sprüharbeiten nur mit Atemschutz aus.
  • Trinken, essen und rauchen Sie nicht während der Lackierarbeiten.
  • Lüften Sie während der Lackierarbeiten und während der Trocknungsphase gründlich.
  • Entsorgen Sie Lackreste immer nur umweltgerecht als Schadstoffe.
  • Noch mehr Informationen und Tipps zum Thema bieten zwei Broschüren des Umweltbundesamtes:
 
Lüften
Richtig lüften - Energie sparen und gesund leben!
Früher erfolgte der Luftaustausch unkontrolliert durch kleine Ritzen und Spalten bei Fenstern und Türen. Mit dem Einbau von Dichtungen und Isolierungen wurde dieser Luftaustausch, mit dem auch Wärme entschwand, gestoppt. Heute muss kontrolliert gelüftet werden, um die Raumluft zu erneuern und feuchtigkeitsbedingte Schimmelbildung zu vermeiden.
Die Feuchtigkeit in der Raumluft erzeugen wir zwangsläufig: durch Duschen, Kochen, Schwitzen, Atmen und durch Topfpflanzen. Ohne ausreichenden Luftwechsel können sich zudem Schadstoffe in der Innenraumluft ansammeln und eine viel höhere Konzentration als in der Außenluft erreichen. Regelmäßiges Lüften sichert daher eine gute Raumluftqualität und ist für Gesundheit, Wohlbefinden und den Erhalt der Bausubstanz wichtig.
Beim Lüften während der Heizperiode lassen sich Wärmeverluste nie ganz vermeiden, sie lassen sich aber einschränken. Dies gelingt am besten durch kurzes intensives Lüften: dazu Fenster und Türen weit öffnen und nach Möglichkeit Durchzug schaffen. Nach etwa fünf bis zehn Minuten ist die verbrauchte, feuchte Raumluft durch Frischluft ersetzt. Der Vorteil dieser Stoßlüftung ist, dass die gespeicherte Wärme in den Wänden bleibt und nach dem Schließen der Fenster die Raumluft schnell wieder die gewünschte Temperatur erreicht.
Vermeiden sollten Sie dagegen eine Dauerlüftung während der Heizperiode durch ständig gekippte Fenster. Denn so wird die warme Innenraumluft nach außen abgegeben und der Heizenergiebedarf unnötig erhöht. Außerdem findet durch gekippte Fenster nur ein vergleichsweise geringer Luftaustausch statt, so dass auch nach einer Stunde noch ein Drittel der Raumluft aus alter, verbrauchter Luft besteht.

Unsere Tipps
  • Lüften Sie zwei- bis dreimal täglich. Bei weit geöffnetem Fenster genügen zwei bis drei Minuten im Winter und bis zu zehn Minuten in der Übergangszeit. Wichtig: Heizkörperventil dabei zudrehen!
  • Beschlagene Scheiben sind immer ein Signal zum Lüften.
  • Wasserdampfmengen, die beim Kochen oder Duschen entstehen, sollten durch Öffnung der Fenster sofort nach außen geleitet werden.
  • Wohnräume sind kein guter Trockenplatz für ihre Wäsche. Denn damit erhöht sich die Luftfeuchtigkeit.
  • Auch unbeheizte Räume sollten in der Heizperiode nicht dauergelüftet werden. Die Räume kühlen vollständig aus und die Wärme aus den Wänden beheizter Nachbarräume geht zusätzlich verloren.
 
Stand-by
Zahlreiche elektrisch betriebene Geräte in den Haushalten verbrauchen meist unbemerkt und oft unnötig dauerhaft Strom. Mindestens jede zehnte Kilowattstunde in Privathaushalten wird auf diese Weise vergeudet.
Bei Unterhaltungsgeräten wird fast die Hälfte des Energiebedarfs nicht beim Betrieb, sondern im ausgeschalteten Zustand verbraucht: denn viele dieser Geräte verfügen über eine Bereitschaftsschaltung (engl. stand-by). Dadurch sind sie nach dem Einschalten sofort betriebsbereit oder können über die Fernbedienung eingeschaltet werden. Dieser Komfort geht jedoch auf Kosten des Energieverbrauchs, wie ein Beispiel zeigt. Ein älteres Fernsehgerät mit 20 Watt Leistungsaufnahme im Leerlauf belastet die Haushaltskasse während der Lebensdauer von durchschnittlich zwölf Jahren um bis zu 290 Euro.
Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl von Geräten, die keinen echten Netzschalter besitzen. Auch nach dem Drücken des "Aus/Off-Schalters" bleiben die Geräte im sogenannten Stand-by-Betrieb, meist erkennbar an einer kleinen roten Leuchtdiode. Dazu gehören Geräte der Unterhaltungselektronik, der Telekommunikation, sowie Computer und Zusatzgeräte (Drucker, Scanner usw.) und Halogenlampen (mit Ausschalter hinter dem Transformator). Wer solche Energieräuber gezielt aufspürt und aus dem Dauerbetrieb nimmt, spart Energie und Geld.
 
Unsere Tipps
  • Die einfachste Möglichkeit zum Stromsparen heißt: Stecker raus. Mit einer schaltbaren Steckerleiste können sie mit einem Fingerdruck auch mehrere Geräte (und Steckernetzteile) gleichzeitig vom Netz trennen bzw. wieder einschalten. Das gilt zum Beispiel für HiFi-Anlagen, Computer mit ihren verschiedenen Komponenten wie Rechner, Monitor, Scanner, Modem u. a.
  • Nutzen Sie selten den Stand-by-Betrieb und schalten Sie nachts und bei längeren Nutzungspausen ganz ab. Das schont die Umwelt und Ihren Geldbeutel
  • Achten Sie beim Neukauf elektrischer Geräte auf den Leerlaufverbrauch. Unterstützung beim Einkauf verbrauchsarmer Elektrogeräte bietet das Umweltzeichen "Blauer Engel", das energiesparende und umweltschonende Elektrogeräte kennzeichnet. Auch das von der "Gemeinschaft Energielabel Deutschland" vergebene GEA-Energiesparzeichen hilft, Geräte zu erkennen, die besonders viel Energie sparen.
  • Wenn Sie den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte prüfen möchten: Strommessgeräte können bei der Braunschweiger Versorgungs AG ausgeliehen werden.
  • Noch mehr Informationen und Tipps zum Thema bieten zwei Broschüren des Umweltbundesamtes: Energieräuber im Haushalt und Energiesparen im Haushalt:
 
Wand- und Deckenfarbe
Neue Farbe braucht die Wand
Die warme Jahreszeit eignet sich gut für großflächige Malerarbeiten wie den Anstrich von Decken und Wänden. Denn dann fällt das Lüften leicht und Lüften ist wichtig. Grund sind die verschiedensten Farbinhaltstoffe, die sich beim Streichen in der Raumluft anreichern und zu unangenehmen Gerüchen oder sogar zu Unwohlsein führen können.
Am gebräuchlichsten für Innenräume ist die Anwendung von Dispersionsfarben. Sie sind leicht zu verarbeiten, wasserdampfdurchlässig und sorgen für ein gutes Raumklima. Schmutzflecken können bei den wisch- bis waschfesten Farben leicht abgewischt werden. Scheuerfeste Farben wie z.B. Latexfarben sind weniger atmungsaktiv und enthalten zusätzliche Chemikalien. Daher sollten sie nur eingesetzt werden, wenn die Nutzung des Raumes es erfordert. Zur Herstellung von Natur-Dispersionsfarben werden in der Hauptsache ausgewählte Inhaltsstoffe aus der Natur verwendet.
Seit einigen Jahren stehen auch Wandfarben mit dem "Blauen Umweltengel" in den Regalen. In diesen Farben sind Schadstoffe auf ein Minimum begrenzt.
Aus Umweltsicht gibt es durchaus empfehlenswerte Alternativen wie Kreide-Leimfarben, Kasein-, Kalk- und Silikatfarben sowie Mischformen. Kalkfarben wirken auf Grund ihrer alkalischen Bestandteile desinfizierend und sind damit ohne Konservierungsstoffe pilz- und bakterienhemmend. Sie sind deshalb gut für Kellerräume geeignet. Über die speziellen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten dieser Farben sollten Sie sich im Fachhandel informieren.
 
Unsere Tipps
  • Bevorzugen Sie schadstoffarme Anstriche, ausgezeichnet mit dem "Blauen Umweltengel" (RAL-UZ 102) oder Natur-Dispersionsfarben.
  • Verzichten Sie auf Farben mit Anti-Schimmel-Zusätzen.
  • Sorgen Sie beim Streichen und während der Trocknungsphase für eine gute Durchlüftung der Räume.
  • Geben Sie Farbreste nicht ins Abwasser. Eingetrocknete Wandfarbenreste und leere Farbeimer können in den Restmüll.
  • Noch mehr Informationen und Tipps zum Thema Farbe bietet eine Broschüre des Umweltbundesamtes:
 
QUELLE: http://www.braunschweig.de/umwelt_naturschutz/infos/tipps.html
 
 
  Seit 23.10.08 bis heute haben 21297 Besucher diese Seite besucht. (m. ali yasar)  
 
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